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Alfa Romeo gibt seine reinen Elektroauto-Pläne für Giulia und Stelvio auf und setzt stattdessen auf Verbrennungsmotoren

Alfa Romeo gibt seine reinen Elektroauto-Pläne für Giulia und Stelvio auf und setzt stattdessen auf Verbrennungsmotoren

Alfa Romeo hat bei seinen Modellen Giulia und Stelvio der nächsten Generation einen dramatischen Kurswechsel vollzogen und die anfänglichen vollelektrischen Designs zugunsten eines Ansatzes mit mehreren Antriebssträngen aufgegeben. Diese Entscheidung erfolgte nach einem enttäuschenden Verkaufsrückgang von 36 % auf dem US-Markt, wo die alternde Produktpalette der Marke – bestehend aus Giulia, Stelvio und Tonale – im vergangenen Jahr nur 5.652 Einheiten verkaufte. Der Schritt unterstreicht einen umfassenderen Wandel in der Automobilindustrie, der durch die langsamere Einführung von Elektrofahrzeugen und überarbeitete Emissionsvorschriften beeinflusst wird.

Marktrealitäten zwingen zum Umdenken

Der ursprüngliche Plan für die neue Giulia und den Stelvio war vollständig elektrisch, angetrieben durch strengere Emissionsziele in Europa. Allerdings haben die jüngsten politischen Veränderungen sowohl in der Europäischen Union als auch in den Vereinigten Staaten die Landschaft verändert. Die EU hat ihr Null-Emissions-Mandat bis 2035 gelockert und ermöglicht den weiteren Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotor über dieses Datum hinaus, während die USA wichtige Steuergutschriften für Elektrofahrzeuge abgeschafft haben.

Santo Ficili, CEO von Alfa Romeo, erklärte, das Unternehmen müsse „alles ändern“, einschließlich der Neuerfindung von Plattformen und elektronischer Architektur. Die Verschiebung wird durch die Erkenntnis vorangetrieben, dass die Erzwingung einer vollelektrischen Produktpalette wahrscheinlich zu schlechten Verkaufszahlen führen würde, insbesondere in Märkten wie den USA, wo die Verbrauchernachfrage nach Elektrofahrzeugen hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

Eine Rückkehr zur Flexibilität

Anstelle eines reinen Elektro-Ansatzes wird Alfa Romeo nun die STLA Large-Plattform nutzen. Dies ermöglicht den Einsatz herkömmlicher Verbrennungsmotoren, möglicherweise einschließlich des 3,0-Liter-Hurricane-Reihensechszylindermotors mit zwei Turboladern von Dodge. Europäische Varianten werden weiterhin Elektro- und Plug-in-Hybrid-Optionen bieten, wobei auch Elektrofahrzeuge mit erweiterter Reichweite in Betracht gezogen werden.

Die Entscheidung folgt auf den Erfolg des Alfa Romeo Junior in Europa (über 50.000 Bestellungen bis Mitte September), steht jedoch in krassem Gegensatz zu den Schwierigkeiten der Marke in den USA, wo BMW mehr X4-Crossover verkaufte als Alfa Romeo in seiner gesamten Produktpalette. Die überarbeitete Strategie des Unternehmens ist eine direkte Reaktion auf diesen Marktdruck.

Verzögerter Start und veraltete Modelle

Die neu gestalteten Giulia und Stelvio werden nun voraussichtlich im Jahr 2028 auf den Markt kommen, eine erhebliche Verzögerung gegenüber der ursprünglich geplanten Markteinführung im Jahr 2027. Dies bedeutet, dass die aktuellen Modelle bis Ende 2027 im Verkauf bleiben. Weitere Details werden während der bevorstehenden Veranstaltung zum Kapitalmarkttag von Stellantis bekannt gegeben, bei der CEO Antonio Filosa einen neuen Plan für Alfa Romeo vorstellen wird.

Die verzögerte Markteinführung und die Änderung der Antriebsstrangstrategie spiegeln die Volatilität der Automobilindustrie wider, in der sich Hersteller schnell an veränderte Verbraucherpräferenzen und regulatorische Rahmenbedingungen anpassen müssen.

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