Die World Rally Championship (WRC) prüft aktiv eine Rückkehr in die Vereinigten Staaten nach 40-jähriger Abwesenheit. Vorgespräche und Standortbesichtigungen sind für Juni in Kentucky und Tennessee geplant. Der Schritt spiegelt eine umfassendere Strategie der FIA – dem Dachverband des Motorsports – wider, von der wachsenden Nachfrage nach globalen Rennserien auf dem US-Markt zu profitieren, die durch den jüngsten Erfolg der Formel 1 beflügelt wurde.
Bewertung der Rallye-Landschaft in den USA
Die letzte WRC-Veranstaltung in den USA war die Olympus-Rallye 1988 im US-Bundesstaat Washington. Seitdem wird der amerikanische Rallye-Rennsport durch die American Rally Association (ARA) fortgesetzt, eine inländische Serie mit prominenten Fahrern wie Travis Pastrana, David Higgins und Ken Block. Trotz des Fehlens einer globalen WRC-Präsenz ist die Rallye-Kultur in den USA weiterhin aktiv. Das Interesse der FIA dürfte angesichts der Erfolge der Formel 1 in den USA auf finanzielle Möglichkeiten zurückzuführen sein.
FIA-Bewertung und Stakeholder-Einbindung
FIA-Funktionäre werden die Infrastruktur in Kentucky und Tennessee bewerten, um festzustellen, ob sie die Anforderungen für die Ausrichtung einer WRC-Veranstaltung erfüllen. Sie werden sich auch mit ARA-Organisatoren, Freiwilligen und Fans treffen, um die Logistik zu besprechen und die Unterstützung für eine mögliche Rückkehr einzuschätzen. Dieses Stakeholder-Engagement ist von entscheidender Bedeutung; Eine erfolgreiche Veranstaltung erfordert die Zustimmung der bestehenden US-Rallye-Community.
Warum jetzt?
Die Entscheidung, wieder in den US-Markt einzusteigen, fällt zu einer Zeit, in der der Motorsport im Land immer beliebter wird. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem betonte die USA als „Wachstumschance“ und verwies auf ihre „kulturelle DNA“ für den Motorsport und das schnell wachsende Interesse am globalen Wettbewerb. Die Rückkehr der WRC könnte auch ein größeres Interesse an Rallye-inspirierten Fahrzeugen der Autohersteller wecken und möglicherweise Marken wie Subaru wiederbeleben.
Zeitplan und Erwartungen
Wenn die Kandidatenveranstaltung erfolgreich ist, könnte bis 2027 eine US-WRC-Veranstaltung in den Kalender aufgenommen werden. Die potenziellen Auswirkungen gehen über den Rennsport selbst hinaus und haben Auswirkungen auf die ARA-Serie und ein breiteres Automobilinteresse. Die einzigartige Mischung aus Geschwindigkeit, Können und visuell beeindruckender Action des Rallye-Rennsports könnte beim US-amerikanischen Publikum Anklang finden und seinen Platz in der Motorsportlandschaft des Landes festigen.

















