Hyundai Bayon 2026: Ein überraschend guter kleiner Crossover

Der Hyundai Bayon ist ein erfrischend unkomplizierter kleiner Crossover in einem Markt voller komplexer, teurer Optionen. Obwohl es keinen Schönheitswettbewerb gewinnen wird, bietet es ein praktisches, gut ausgestattetes und angenehmes Fahrerlebnis zu einem wettbewerbsfähigen Preis.

Markantes Design, praktische Funktionen

Das Außendesign des Bayon ist dezent und dennoch unverwechselbar und sticht hervor, ohne auffällig zu sein. Die ungewöhnlichen Tagfahrlichter, das sich verjüngende Heck und die optionalen dunklen Akzente bei der Black Line-Ausstattung verleihen ihm eine einzigartige Präsenz.

Die Standardausstattung ist großzügig, darunter zwei 10,25-Zoll-Displays, LED-Beleuchtung, Sitz- und Lenkradheizung sowie kabelgebundenes Apple CarPlay/Android Auto. Höhere Ausstattungen (Tech Line) umfassen 17-Zoll-Räder, Parksensoren, Umgebungsbeleuchtung, drahtlose Smartphone-Integration und schlüssellosen Zugang. Ein Tech-Paket für zusätzliche 1.000 £ umfasst ein Schiebedach, eine akustische Windschutzscheibe und ein Bose-Soundsystem.

Sicherheit steht an erster Stelle, mit Standardfunktionen wie intelligentem Geschwindigkeitsbegrenzungsassistenten, Spurhalteassistenten und Vorwärtskollisionsvermeidung.

Positionierung im Markt

Der Bayon passt genau zwischen Hyundais Supermini i20 (um 750 £ billiger) und dem größeren Kona SUV (um 3500 £ teurer). Der Kia Stonic ist sein engster Konkurrent und bietet ein ähnliches Erlebnis zu einem günstigeren Preis.

Innenraum: Funktional, nicht luxuriös

Im Innenraum legt der Bayon Wert auf Benutzerfreundlichkeit statt Extravaganz. Die Anordnung des Armaturenbretts ist logisch und verfügt über physische Tasten für Klimatisierung, Sitzheizung und Infotainment. Die Sitze sind bequem und das Lenkrad lässt sich gut verstellen.

Allerdings sind die Innenmaterialien hart und kratzig und es mangelt ihnen an Design-Flair. Der Platz für die Fondpassagiere ist ausreichend, wird jedoch durch die abfallende Dachlinie eingeschränkt. Der 411-Liter-Kofferraum gehört zu den größten seiner Klasse und erweitert sich bei umgeklappten Rücksitzen auf 1205 Liter.

Motor- und Fahrerlebnis

Überraschenderweise hat Hyundai auf die Mild-Hybrid-Unterstützung verzichtet und sich für einen einfachen, nicht elektrifizierten Motor entschieden. Der 89 PS starke 1,0-Liter-Dreizylindermotor bietet mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in weniger als 10 Sekunden ausreichend Leistung für alltägliche Fahrten.

Dank seines geringen Gewichts (knapp über 1000 kg) und seines gut abgestimmten Fahrwerks ist der Bayon überraschend angenehm zu fahren. Das Schaltgetriebe bietet mehr Rückmeldung als Konkurrenten wie der Volkswagen T-Cross oder der Nissan Juke.

Auf 16-Zoll-Rädern ist das Fahrgefühl angenehm und absorbiert Stöße gut. 17-Zoll-Räder sorgen für etwas mehr Stabilität. Die Lenkung ist nicht so scharf wie beim Ford Puma, aber besser als beim Toyota Yaris Cross oder Skoda Kamiq.

Wert und Urteil

Der Bayon bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere in der Black Line-Ausführung mit kleineren Rädern und niedrigerem Preis. Die Tech Line ist eine Überlegung wert, wenn eine drahtlose Smartphone-Integration und eine bessere Stereoanlage unerlässlich sind.

Der Kraftstoffverbrauch ist solide und erreicht in realen Tests einen MPG-Wert von über 40. Der Bayon ist ein unterhaltsamer, praktischer und erschwinglicher Crossover, der sich durch seinen unkomplizierten Ansatz in einem Segment auszeichnet, das oft von überentwickelten Alternativen dominiert wird.

Der Hyundai Bayon ist eine überzeugende Option für Käufer, die einen schnörkellosen kleinen Crossover suchen, der sowohl Praktikabilität als auch Fahrspaß bietet.