Kia EV2: Erschwinglicher Elektro-Crossover soll den Markt aufmischen

Mit dem kommenden EV2, einem kompakten Crossover, der direkt mit Modellen wie dem Renault 4 und dem Peugeot E-2008 konkurrieren soll, ist Kia bereit, Elektrofahrzeuge zugänglicher zu machen. Dieses neue Angebot signalisiert eine Verlagerung hin zur Mainstream-Einführung von Elektrofahrzeugen, indem es preisbewusste Käufer anspricht, ohne Kompromisse bei Reichweite oder Praktikabilität einzugehen.

Preise und Ausstattungsvarianten

Der Kia EV2 wird voraussichtlich bei etwa 25.000 £ erhältlich sein, was ihn zu einem der günstigsten Elektrofahrzeuge seiner Klasse macht. Drei Ausstattungsvarianten – Air, GT-Line und GT-Line S – werden verfügbar sein, wobei der Akku mit großer Reichweite bei britischen Käufern wahrscheinlich die beliebteste Wahl sein wird. Während der genaue Preis für jede Ausstattungsvariante noch unbestätigt ist, könnten sich höher ausgestattete Modelle mit erweiterter Reichweite auf 30.000 £ belaufen.

Antriebsstrangoptionen und Leistung

Kia wird für den EV2 zwei Batterieoptionen anbieten: ein 42,2-kWh-Standard-Range-Paket und eine 61-kWh-Long-Range-Variante. Das Standardmodell leistet 144 PS und erreicht 100 km/h in 8,6 Sekunden, während die Langstreckenversion eine geschätzte Reichweite von 277 Meilen bietet und damit viele Konkurrenten, darunter den Renault 4, übertrifft.

  • Standardreichweite: 42,2-kWh-Batterie, 144 PS, 194-Meilen-Reichweite (geschätzt)
  • Große Reichweite: 61-kWh-Batterie, 134 PS, 277-Meilen-Reichweite (geschätzt)

Die Ladezeiten sind konkurrenzfähig: Eine 10-80-prozentige Aufladung dauert bei beiden Akkugrößen etwa 29-30 Minuten. Kia legt Wert auf eine gleichmäßige Ladekurve gegenüber Spitzenladegeschwindigkeiten.

Design und Innenraum

Der EV2 behält die moderne Designsprache von Kia in einem kompakten, aufrechten Paket bei. Zu den Außenmerkmalen gehören Voll-LED-Beleuchtung und optionale schwarze Dachreling. Air-Ausstattungen zeichnen sich durch einen eleganten Look mit kontrastierenden Stoßfängern aus, während GT-Line-Modelle sportlichere Designelemente und größere Radoptionen (bis zu 19 Zoll) bieten.

Im Inneren verwendet Kia strapazierfähige Stoffe, um trotz der Verwendung einiger Hartplastiken ein hochwertiges Gefühl zu bewahren. Wichtige Berührungspunkte – wie das Lenkrad und die Türgriffe – sind gut ausgeführt. Der EV2 verfügt über eine geräumige Kabine mit optimierter Bein- und Kopffreiheit im Fond durch sein kastenförmiges Design.

Kofferraumvolumen und Praktikabilität

Der EV2 bietet je nach Sitzkonfiguration im Fond zwischen 322 und 403 Liter Kofferraumvolumen. Käufer können zwischen einer festen Sitzbank mit drei Sitzen oder einer verstellbaren Sitzbank mit zwei Sitzen wählen, die zusätzliche Ladekapazität erschließt. Die verschiebbare Rücksitzbank ermöglicht eine flexible Anpassung der Beinfreiheit des Beifahrers und des Gepäckraums.

Infotainment und Technik

Der EV2 verfügt über das fortschrittliche Infotainmentsystem von Kia, darunter zwei 12,3-Zoll-Displays für den Fahrer und eine Touchscreen-Schnittstelle, ergänzt durch einen 5,4-Zoll-Touchscreen für die Klimasteuerung. Drahtloses Apple CarPlay und Android Auto sind Standard, die integrierte Navigation kann jedoch zugunsten der Smartphone-Spiegelung weggelassen werden.

Sicherheitsfunktionen

Kia hat den EV2 mit einer umfassenden Suite an Sicherheitstechnologien ausgestattet, darunter:

  • Vorwärtskollisionsvermeidung
  • Toter-Winkel-Assistent
  • Spurhalteassistent
  • Remote-Parkassistent
  • Adaptive Geschwindigkeitsregelung

Die Integration fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme hebt den EV2 von anderen Fahrzeugen in seinem Segment ab.

Was dies für die Einführung von Elektrofahrzeugen bedeutet

Der Kia EV2 stellt einen entscheidenden Schritt dar, um Elektrofahrzeuge einem breiteren Publikum zugänglicher zu machen. Durch die überzeugende Kombination aus Erschwinglichkeit, Reichweite und Praktikabilität stellt Kia die Vorstellung in Frage, dass Elektroautos nur etwas für Erstanwender oder Käufer mit hohem Einkommen seien. Dieses Modell könnte den Übergang zur Elektromobilität beschleunigen, indem es die Eintrittsbarrieren für den Mainstream-Verbraucher senkt.

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