Kia EV9 GT: Eine entspannte Interpretation elektrischer Leistung

Beim neuesten EV9 GT von Kia geht es nicht darum, Rundenrekorde aufzustellen; Es geht darum, einem äußerst praktischen Elektro-SUV eine Portion Geschwindigkeit zu verleihen, ohne auf Komfort zu verzichten. Dabei handelt es sich nicht um einen AMG- oder Porsche-Konkurrenten, sondern um eine umfassende Weiterentwicklung eines bereits starken Basisfahrzeugs, und das ist wahrscheinlich beabsichtigt.

Was macht den GT anders?

Der EV9 GT baut auf der bestehenden EV9-Plattform auf und behält seinen geräumigen Innenraum, die 99,8-kWh-Batterie (800-V-Architektur) und das Allradantriebssystem bei. Das Dual-Motor-Setup (186 PS vorne, 315 PS hinten) sorgt für eine natürliche Hinterachsvorspannung, die durch ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial und Torque Vectoring für ein verbessertes Handling verstärkt wird.

Im Inneren verfügt der GT über Wildlederakzente mit grünen Nähten, einen Alcantara-ähnlichen Dachhimmel und Aluminiumpedale, weicht aber nicht weit vom Komfortniveau des ursprünglichen EV9 ab. Das Infotainmentsystem bleibt aktiv, obwohl die harten Schalter lobenswerterweise beibehalten werden; Ein Designfehler bleibt bestehen, da die haptischen Tasten unter dem Bildschirm den Ruheraum berauben. Das Auto bietet sowohl Sechs- als auch Siebensitzer-Konfigurationen mit großzügigem Kofferraumvolumen (333–828 Liter) und einem 52-Liter-Kofferraum.

Ein Leistungsgefühl … mit einem Twist

Kia scheint seine GT-Modelle bewusst weniger aggressiv zu positionieren als die N-Performance-Linie von Hyundai oder die M-Abteilung von BMW. Selbst in seinen Leistungsmodi bietet der EV9 GT ein überraschendes Maß an Entspannung.

  • Fahrmodi: Der Eco-Modus sorgt für eine entspannte Gasannahme, während der GT-Modus diese erheblich verschärft und Zeiten von 0 bis 100 km/h sowie Startdistanzen aus dem Stand aufzeichnet.
  • Gefälschtes Getriebe: Eine neuartige Option simuliert Motorgeräusche und Schaltwippen, wirkt aber angesichts der Beschaffenheit des Autos weitgehend unnötig.
  • Federung: Elektronisch gesteuerte Dämpfer werden im GT-Modus fester, das Fahrverhalten bleibt jedoch insgesamt angenehm.

Wie fährt es sich?

Der EV9 GT fühlt sich nicht wie ein Sportwagen im herkömmlichen Sinne an. Es gibt ein Wanken der Karosserie und ein gewisses Schweben über Kuppen, aber die Lenkung ist sanft und die Drehmomentverteilung verbessert die Kurvenfahrt auf subtile Weise. Es ist schnell, aber nicht hektisch – mehr als genug Tempo für ein Fahrzeug dieser Größe.

Der GT fühlt sich reaktionsschnell an, ist aber hinsichtlich der Gesamtgeschwindigkeit nicht auf dem Niveau von Tesla oder Porsche. Es lässt sich bei mittlerem Gewicht leichtgängig lenken und ist trotz seiner Größe überraschend leicht zu manövrieren. Rundumkameras verbessern die Sicht und machen sie auch in engen Räumen beherrschbar.

Das Urteil

Der Kia EV9 GT ist ein schneller SUV, bei dem Benutzerfreundlichkeit Vorrang vor extremer Leistung hat. Es handelt sich eher um ein Upgrade der Ausstattungsvariante als um eine vollwertige Leistungsuntermarke und bietet eine überzeugende Mischung aus Geschwindigkeit und Komfort. Die Frage ist nicht, ob es das schnellste SUV auf dem Markt ist – sondern ob es ein gutes Erlebnis bietet, und der EV9 GT tut dies, indem er die Widersprüche anderer supersportlicher SUVs vermeidet.

Letztendlich beweist der EV9 GT, dass ein familienfreundliches Fahrzeug mit hohem Fahrkomfort immer noch Fahrspaß bieten kann, ohne dass die Funktionalität darunter leidet.

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