Das Rennen um ultraschnelles Laden: Geely fordert die Geschwindigkeitsrekorde von BYD heraus

Der Wettbewerb auf dem Markt für Elektrofahrzeuge (EV) hat sich von der reinen Reichweite auf die Geschwindigkeit des Nachschubs verlagert. Nur einen Monat nachdem BYD mit seiner Blade-Batterie der zweiten Generation und der Megawatt-Flash-Charging-Technologie die Vorherrschaft erobert hatte, reagierte Geelys Marke Lynk & Co mit einer Leistung, die einen neuen Maßstab für die Branche setzt.

Die Geschwindigkeitsbarriere durchbrechen

Neue Daten zum Lynk & Co 10 und seiner 900-V-Energee-Golden-Brick-Batterie zeigen Ladegeschwindigkeiten, die die jüngsten Meilensteine von BYD übertreffen. Laut offiziellen Testergebnissen erreichte der Lynk & Co 10 Folgendes:

  • 10 % bis 70 % Ladung: 4 Minuten 22 Sekunden (BYD: 5 Minuten)
  • 10 % bis 97 % Ladung: 8 Minuten 42 Sekunden (BYD: 9 Minuten)

Bei diesen Tests erreichte die Batterie eine Spitzenladeleistung von 1.100 kW. Bemerkenswerterweise zeigte das System eine bemerkenswerte Stabilität; Selbst nachdem der Ladezustand (SOC) 80 % überstieg, blieb die Leistungsabgabe über 500 kW, wodurch die „Ladeverzögerung“ minimiert wurde, die Elektrofahrzeuge normalerweise verlangsamt, wenn sie voll sind.

Die Infrastrukturvariable

Auch wenn die Akkuleistung bahnbrechend ist, bleibt ein entscheidendes Detail bestehen: Diese Geschwindigkeiten wurden mit Zeekrs V4-Megawatt-Blitzladesäulen erreicht. Diese speziellen Ladegeräte verfügen über eine Spitzenleistung von 1.300 kW und einen Spitzenstrom von 1.300 A und nutzen ein Flüssigkeitskühlsystem, um die starke Hitze zu bewältigen, die bei solchen Hochspannungsübertragungen entsteht.

Dies verdeutlicht einen wachsenden Trend im EV-Sektor: Die Hardware ist nur so schnell wie das Netzwerk, das sie unterstützt. Die theoretische Ladegeschwindigkeit eines Fahrzeugs ist ohne die entsprechende Hochleistungsinfrastruktur bedeutungslos.

Ein Kampf der Netzwerke

Bei der Rivalität zwischen Geely und BYD geht es nicht nur um die Autos, sondern auch um die massive Einführung von Ladestationen, die erforderlich sind, um ultraschnelles Laden für den Durchschnittsverbraucher zu ermöglichen.

Funktion Geely (Zeekr/Lynk & Co) BYD
Aktuelle Infrastruktur ~2.103 Stationen / ~10.212 Pfähle ~5.000 Megawatt-Stationen
Netzwerkreichweite 215 Städte Rasante Expansion
Zukünftiges Ziel Ultraschnelles 800-V-Netzwerk mit hoher Dichte 20.000 Stationen bis Jahresende

Das Netzwerk von Geely umfasst (Stand Februar 2024) 215 Städte mit einer bedeutenden Präsenz in Autobahnraststätten. Allerdings geht BYD mit aggressivem Tempo vor und strebt an, bis Ende dieses Jahres 20.000-Megawatt-Flash-Ladestationen einzurichten, um den Anforderungen seiner riesigen Nutzerbasis gerecht zu werden.

Die Kompatibilitätsfrage

Während sich diese Technologien weiterentwickeln, stellt sich für die Branche eine wichtige technische Frage: Interoperabilität.

Geely hat zwar bewiesen, was mit der Zeekr-Hardware möglich ist, es bleibt jedoch abzuwarten, ob ein mit einer Blade Battery 2.0 ausgestattetes BYD-Fahrzeug mit einem Zeekr-Ladegerät ähnliche Ergebnisse erzielen kann oder ob der Lynk & Co 10 sein volles Potenzial entfalten kann, wenn er an eine BYD-Blitzladesäule angeschlossen wird. Für den Verbraucher wird der ultimative Gewinner die Marke sein, die das nahtloseste Hochgeschwindigkeitserlebnis über verschiedene Ladenetzwerke hinweg bietet.

Fazit: Geely hat die technischen Grenzen der Ladegeschwindigkeiten von Elektrofahrzeugen erfolgreich überschritten, aber der wahre Test dieser Technologie liegt darin, ob die Branche die Infrastruktur standardisieren kann, um sicherzustellen, dass diese hohen Geschwindigkeiten für alle Fahrer zugänglich sind, unabhängig von der Fahrzeugmarke.

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