Skoda Superb PHEV erhält Leistungsschub: Schneller, aber nicht der Schnellste

Skoda hat sein Spitzenmodell Superb mit einem leistungsstärkeren Plug-in-Hybridantrieb ausgestattet und die Gesamtleistung auf 268 PS erhöht. Das Upgrade ist ausschließlich für Schrägheckversionen in den Ausstattungsvarianten Sportline und Laurin & Klement verfügbar, sodass die Combi-Version (Kombi) nicht in Frage kommt. Durch diesen Schritt wird die Modellpalette des Superb neu gemischt und der elektrifizierten Variante eine stärkere Position unter den verfügbaren Motorisierungen verschafft.

Leistungssteigerungen und Spezifikationen

Der neue Antriebsstrang leistet 268 PS (200 kW / 272 PS) und 400 Nm (295 lb-ft) Drehmoment. Dies entspricht einem Sprint von 0 auf 100 km/h in 7,1 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h. Im Vergleich zum Standard-PHEV bedeutet dies eine Verbesserung der Beschleunigung um eine ganze Sekunde und eine Steigerung der Höchstgeschwindigkeit um 5 km/h.

Der Schub entsteht durch Software-Optimierungen am turbogeladenen 1,5-Liter-Motor, der jetzt allein 174 PS (130 kW / 177 PS) leistet, kombiniert mit einem 114 PS (95 kW / 116 PS) starken Elektromotor, der von einer 25,7-kWh-Batterie angetrieben wird. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Siebengang-Doppelkupplungsautomatik an die Vorderräder.

Skoda hat auch das Bremssystem verbessert und größere belüftete 12,2-Zoll-Scheiben (310 mm) hinten eingebaut, die dicker sind als die 11,8-Zoll-Standardscheiben (300 mm). Dies gewährleistet eine verbesserte Bremskraft entsprechend der gesteigerten Leistung.

Ausstattungsvarianten und Fahrerlebnis

Die Sportline-Ausstattung bietet eine dezent sportlichere Ästhetik mit schwarzen Akzenten, 19-Zoll-Rädern und einer um 0,6 Zoll (15 mm) tiefergelegten Federung. Für Fahrer, denen das Handling Priorität einräumt, ist dies die attraktivere Wahl.

Die Laurin & Klement-Ausstattung konzentriert sich auf Komfort und verfügt über Chromakzente, Premium-Räder, Lederpolsterung, ein Canton-Audiosystem und die serienmäßige adaptive Federung Dynamic Chassis Control.

Kontext und Einschränkungen

Während der neue PHEV nun der stärkste Skoda mit Verbrennungsmotor in der aktuellen Modellpalette ist, kann er sich den Titel des schnellsten Superb nicht zurückerobern. Das Vorgängermodell mit dem 2,0-TSI-Motor leistete 276 PS (206 kW / 280 PS). Noch wichtiger ist, dass er aufgrund der Frontantriebsanordnung und des zusätzlichen Gewichts nicht mit dem 261 PS (195 kW / 265 PS) starken Superb 2.0 TSI 4×4 mit Allradantrieb mithalten kann, der in nur 5,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt.

Weiteres Leistungspotenzial hat Skoda durch einmalige Projekte nachgewiesen. Eine von Skoda UK und RE Performance gebaute „Sleeper Edition“ aus dem Jahr 2024 lieferte 470 PS und 661 Nm Drehmoment und bewies damit, dass die Superb-Plattform erhebliche Upgrades bewältigen kann. Allerdings bleiben solche Builds exklusiv und stehen nicht zum öffentlichen Verkauf zur Verfügung.

Der Superb hat noch keine werkseitig hergestellte RS-Performance-Ausstattung erhalten, so dass Enthusiasten sich auf die Suche nach Modifikationen für den Nachrüstmarkt machen oder auf mögliche zukünftige Entwicklungen warten müssen. Trotz der Upgrades bleibt der aktuelle PHEV einen Schritt unter dem maximalen Leistungspotenzial des Superb.

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