BMW ALPINA ist wieder lebendig. Und es sieht so aus, als hätte es einen Sinn. Die neu belebte Submarke der BMW Group hat den Vision BMW ALPINA vorgestellt – ein Coupé-Konzept mit V8-Antrieb und einer Länge von 204,7 Zoll von Stoßstange zu Stoßstange. Es zeigt, wohin das legendäre Buchloe-Typenschild führt. Zielt direkt auf die Lücke zwischen Standard-BMWs und Rolls-Royce-Giganten.
Es ist ein viersitziger Grand Tourer. Die Klassiker wiederbeleben.
- Die Haifischnase? Direkt vom Original B7 übernommen.
- Die 20-Speichen-Räder? Im Wechsel seit 1971.
- Der elliptische Vierrohrauspuff? Immer noch da.
- Die Deko-Linien? Modernisiert, ja, aber zurückgehend auf Designs aus dem Jahr 1974, die seit Jahrzehnten Alpina-Flanken zieren.
Ein Serienmodell, das voraussichtlich auf dem 7er-Chassis der nächsten Generation basiert, soll nächstes Jahr folgen.
Innenraum: Architektur statt Assimilation
Die Kabine behandelt jede Komponente als eine eigene, unverwechselbare Form. Nichts wird zu einem homogenisierten Klecks vermischt. Architektonische Volumen bestimmen das Layout. Sogar die sechs Grad hohe „Geschwindigkeitslinie“ von außen durchschneidet den Innenraum. Unterteilung in eine dunkle obere Hälfte und einen helleren unteren Teil.
Materialien erzählen die Entstehungsgeschichte. Vollnarbenleder stammt von alpinen Herstellern und knüpft an die Verarbeitung an seine bayerischen Wurzeln an. Die Nähte ahmen diese charakteristischen Dekolinien nach. Ein „Brückenstich“, der historischen handgenähten Lenkrädern entlehnt ist, erscheint sparsam in den traditionellen Blau- und Grüntönen.
Metallteile weisen eine von der Uhrmacherkunst inspirierte Abschrägungstechnik auf, bei der satinierte und polierte Oberflächen kombiniert werden. Aber bleiben Sie klar und deutlich. Bedienelemente, die für das Fahren tatsächlich wichtig sind, erhalten die Hochglanzbehandlung.
Hinter der hinteren Konsole befinden sich eine Glaswasserflasche und ein Paar BMW ALPINA-Kristallgläser. Sie erheben sich von selbst über einen sich selbst entfaltenden Mechanismus? Sicher. Warum nicht. Jedes Glas ist mit 20 Dekolinien geätzt. Sie verfügen über das charakteristische Sechs-Grad-Felgenprofil. Versteckte Magnete halten sie an Ort und Stelle, während sanftes Licht auf das offen gemaserte Holz der Mittelkonsole fällt.
Ein komfortabler Fahrer ist ein schnellerer Fahrer. Das bleibt die Kernphilosophie von Alpina.
Aus diesem Grund gibt es die Einstellung „Comfort+“. Es geht über die Standard-Komfortkalibrierungen von BMW hinaus und bietet etwas Geschmeidigeres und Raffinierteres hinter dem Lenkrad.
Technologie ist mit von der Partie. BMW Panoramic iDrive – jetzt mit Beifahrerbildschirm – erstreckt sich über das Armaturenbrett. Die digitale Schnittstelle ist maßgeschneidert für ALPINA. Von Comfort+ auf Speed umsteigen? Das Heritage-Blau und -Grün intensiviert sich. Das Panorama-Head-up-Display macht vom Hauptsitz in Buchloe aus sogar die jeweilige Bergkette sichtbar, wenn man nach Süden blickt.
Außenansicht: Ruhige Autorität
Mit einer Länge von fast 17 Fuß strahlt die Vision eine ernsthafte Präsenz aus. Breit. Niedrig. Zuversichtlich. Keine Theatralik. Eben Proportionen, die Geschwindigkeit und Platz für vier Erwachsene gleichzeitig versprechen. Alpina sah diese beiden Ziele nie als sich gegenseitig ausschließend an. Warum sollten sie?
Die Dachlinie fällt steil ab. Eine unverkennbare GT-Haltung. Selbst im geparkten Zustand suggeriert er Bewegung, schafft es jedoch, allen vier Passagieren im Innenraum nutzbare Kopffreiheit zu lassen.
Vorne verankert die Haifischnase das Design. Es ist eine Signatur, die auf den ersten B7 zurückgeht. Dabei wird die Niere nicht als Schlitz, sondern als 3D-Skulptur neu interpretiert. Das Rondell einrahmen. Leise Autorität geltend machen.
Eine Linie regiert sie alle. Die Geschwindigkeitsfeaturelinie.
Beginnend in einem Sechs-Grad-Winkel von den unteren vorderen Ecken. Läuft an den Seiten entlang. Umwickeln des Hecks. Es behauptet Bewegung. Dann kontrolliert es. Die Dinge verfeinern. Abrupt. Direkt. Ähnlich wie die Marke selbst.


















