„Reifenkennzeichnung muss verbessert werden“
Das ist das Urteil der Leute, die hinter einem Projekt stehen, das versucht, die Art und Weise zu verbessern, wie wir Gummi kaufen. Insbesondere im Vereinigten Königreich und in Europa ist das System kaputt. Oder besser gesagt. Im letzten Jahrhundert steckengeblieben.
Geben Sie ECOLABEL ein. Eine schweizerisch-polnische akademische Partnerschaft ist führend. Der Name steht für „Environmental Consumer-Oriented Labelling Advancement for Better Energy Efficiency and Lower External Noise“. Mundvoll Das Ziel? Klarere Informationen. Bessere Entscheidungen.
Warum jetzt? Elektroautos.
„Das Abrollgeräusch der Reifen ist extrem wichtig geworden … bei typischen Straßenverhältnissen ist es das Gesamtgeräusch des Fahrzeugs.“
Dr. Piotr Mioduszewski versteht es. Wenn der Motor ausgeht, macht die Straße den Lärm. Im Augenblick. Diese kleinen Etiketten auf dem Reifen zeigen Dezibel an. Nassgriff. Rollwiderstand. Es ist eine Momentaufnahme einer anderen Realität.
Denken Sie an den Geräuschtest. Sie lassen das Auto mit 50 Meilen pro Stunde an einem Mikrofon vorbeifahren. Die Straße besteht aus dichtem, abgestuftem Asphalt. Es ist glatt. Es ist ruhig. Es sieht nicht nach dem von Schlaglöchern übersäten Durcheinander aus, auf dem wir tatsächlich fahren.
Auf europäischen Straßen wird gröberer, lückenhafter Asphalt verwendet. Das ECOLABEL-Team sagt, die aktuelle Testoberfläche sei eine Fake News. Auf echten Straßen. Reifen klingen bis zu 11 Dezibel lauter. Das ist ein großer Sprung. Auf dem Schild, das Sie an Ihr Fenster kleben, steht „Ruhe“. Die Straße sagt etwas anderes.
Dann ist da noch das Widerstandsproblem. Der Trommeltest. Es gibt es schon seit den Neunzigern. Sie rollen einen Reifen über einen Metallzylinder. Glattes Metall.
„Als wir Reifen auf verschiedenen Straßen getestet haben… kamen wir zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen.“
Trommel vs. Asphalt. Die Rangfolge ändert sich. Was billig aussieht, kann im wirklichen Leben teuer sein. Was effizient aussieht, könnte auf echten Straßen scheiße sein.
Die Lösung? Wickeln Sie die Testtrommel in Kunstasphalt ein. Echte europäische Asphalttextur. Plötzlich. Die Zahlen bedeuten etwas.
Und die Hitze? Die Temperatur ist immer auf 25 Grad Celsius eingestellt. Auch bei Winterreifen.
„Stellen Sie sich vor, Sie kaufen eine Winterjacke, die Sie beim Kamelreiten in Saudi-Arabien getestet haben.“
Professor Jerzy Ejsmont hat es am besten ausgedrückt. Ein guter Witz. Aber wahr. 15 Grad für den Sommer. 5 Grad für den Winter. Echtes Wetter ist wichtig. Kalter Gummi verhält sich anders. Warmer Gummi verhält sich anders. Das Etikett sollte nicht über die Temperatur lügen.
Bessere Daten helfen allen. Autohersteller benötigen reale Rollwiderstandswerte, um die Reichweite von Elektrofahrzeugen korrekt vorhersagen zu können. Im Augenblick. Sie raten. Verbraucher? Du verdienst die Wahrheit. Keine Annahmen. Vielleicht konkurrieren die Hersteller mit echter Leistung statt mit optimierten Laborstatistiken.
Wird es bald passieren?
Nicht wirklich.
Wir befinden uns in der Beratungsphase. Vorschläge an die EU-Kommission? Frühestens Ende 2028. Echte Veränderungen für Käufer? Frühestens 2035. Die EU entscheidet. Sie bewegen sich langsam.
Bis dahin. Lesen Sie weiter das Kleingedruckte. Möglicherweise passt es nicht zu Ihrer Einfahrt.


















