Autos, die nie eine Fortsetzung erlebt haben

Handgefertigte Tage bedeuteten handgefertigte Macken. Du wolltest ein Auto? Sie haben es zusammengeschweißt. Dann kam das Monocoque. Das Stanzen von Blechen in Schalen ist effizient, ja. Aber es tötet den Geist. Jetzt ein Einzelstück zu machen, ist eine kostspielige Übung des Wahnsinns. Manchmal für Marketingzwecke. Manchmal aus Ego-Gründen. Manchmal, weil jemand zu viel Geld und eine seltsame Idee hatte. Hier sind die Autos, die keine Geschwister hatten.

Peugeot 404

Peugeot startete mit einem Cabrio. Dann fügten sie ein festes schmales Dach hinzu. Warum? Hauptsächlich Aerodynamik. Es lief Diesel. Geringe Leistung. Nur 69 PS in diesem reduzierten Rekordbrecher. Aber in Montlhéry lief es 72 Stunden am Stück. Es wurden 22 Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. Drei davon waren absolute Weltneuheiten. Schnell bedeutet nicht immer viel PS. Einfach stur.

Ford Supervan 1

Ford stellte 1971 in Thruxton den ersten Supervan vor. Es sah aus wie ein Transit-Van. Es verhielt sich wie ein GT40. Unter der Karosserie befand sich ein 5,0-Liter-V8-Mittelmotor. Reiner Wahnsinn. Sie gaben es einem Lieferwagen. Er leistete 435 PS.

Wir sind eins gefahren. Von null auf 100 Meilen pro Stunde dauerte es 21,6 Sekunden. Im zweiten Gang erreichte er 102 Meilen pro Stunde. Sie sagten, 168 Meilen pro Stunde seien die Höchstgeschwindigkeit, aber die Aerodynamik war ein Witz. Es wäre umgekippt. Fühlte es sich bei dieser Geschwindigkeit überhaupt stabil an? Wahrscheinlich nicht. Es war erschreckend. Ford verschrottete den ersten in den Siebzigern. Eine Tragödie.

Fiat 130 Familiare

Gianni Agnelli besaß Fiat. Er bekam, was er wollte. Er wollte praktischen Luxus. Deshalb baute Fiat eine fünftürige Kombiversion seiner 130-Limousine. 3,2-Liter-Reihensechszylinder. 165 PS genug für italienische Straßen.

Seine Familie hatte tatsächlich vier gebaut. Kleine Details unterschieden sich zwischen ihnen. Agnelli nahm eines mit Korbpaneelen an der Seite. Auch ein Dachträger. Das hier steht immer noch irgendwo da draußen, in Privatbesitz. Umberto, sein jüngerer Bruder, bekam einen weiteren. Dieses spezielle Auto stand in einem FCA-Kulturmuseum. Praktikabilität ist für Milliardäre eine ganz andere Sache.

Aston Martin Bulldog

Dieses Ding sah aus, als wäre es aus dem Jahr 1985 gekommen. Es wurde von Williams Towns entworfen und stand mit dramatischen Winkeln auf dem Boden. Elektrische Flügeltüren. Twin-Turbo-V8 mit 700 PS. Nur einer. Aston sprach davon, fünfundzwanzig zu machen. Der Markt könnte damit wahrscheinlich umgehen. Das haben sie nicht getan. Wir haben das Richtige.

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