Hässliche Enten und versteckte Schätze: Unsere beliebtesten missverstandenen Autos

Die meisten Autos, die heutzutage auf den Markt kommen, streben nach Sicherheit in Zahlen. Sie sehen aus wie jedes andere Fahrzeug. Ihr Ziel ist „attraktiv“.

Manche schaffen es nicht.

Das gilt für einige der unten aufgeführten Modelle. Nach Standardmaßstäben? Vielleicht Misserfolge. Aber sie bleiben bei uns. Wir müssen sie verteidigen. Auch wenn es sonst niemand tut.

Der BMW iX

Das Gelächter war sofort da. Der Moment, als die Frontschürze im Internet auftauchte.

Es hat Kaninchenzähne. Ein aufgerissenes Maul, das die Stoßstange in bizarre Trapeze spaltet. Im Vergleich zur stoischen Marke „Ultimate Driving Machine“ fühlt es sich fremd an. Die Leute machten sich darüber lustig. Und das zu Recht?

Vielleicht.

Aber dann sitzt man drinnen. Der Komfort ist plüschig. Echter Luxus. Es verfügt über ein elektrochromes Glasdach, das sich automatisch verdunkelt. Keine beweglichen Teile. Darüber hinaus durchdringt das Bowers & Wilkins 4D-Audiosystem die Kabine auf eine Weise, die Sie vergessen lässt, wie sie aussieht.

Den Standard xDrive40 fahren? 322 PS. Nicht schnell vom Band. Aber die sofortige Drehmomententfaltung macht süchtig. Und ehrlich gesagt, hat es diese winzigen Chromschlitze verdient? Nein. Diese aggressiven Scheinwerfer brauchen Platz zum Atmen. Wir bevorzugen diesen seltsamen, polarisierenden Look. Kleinere Gitter würden sich hier unehrlich anfühlen.

Renault Avantime

„Hässlich.“

Dieses Wort begleitete den Avantime von der Geburt im Jahr 2001 bis zum Ende. Ein Coupé-MPV-Hybrid, der für absolut niemanden Sinn machte. Außer uns.

Niemand sonst hat es jemals wieder versucht. Warum nicht? Die schiere Verrücktheit ist ihre Kraftquelle. Mit diesem 3,0-Liter-V6 schien er bereit zum Sprint zu sein. Diese an den Flügeln montierten Kühlergrills deuteten auf einen Schienenwagen hin, der darauf wartete, loszufahren. Man könnte sich fast ein Renaultsport-Emblem auf dem Kotflügel vorstellen.

Sehen Sie es von der Seite? Das ist der Geldschuss. Fenster heruntergelassen, silbernes Dach kontrastiert mit der dunklen Karosserie. Im Stillstand sieht es schnell aus.

Renault hat nicht nur einen People Mover entwickelt. Sie warfen ein Konzeptauto auf den Asphalt und hofften, dass wir es behalten würden. Ein riesiges Risiko. Es scheiterte kommerziell. Es ist in der Seele gelungen.

Volvo 240

Langweilig? Sicher. Wenn Sie in den 80er Jahren scharfe, aggressive Linien mochten, war der Volvo 240 eine langweilige Tapete.

Aber seine Plätze haben einen Charme. Es ist elegant retro. Der Kühlergrill war breit. Große Scheinwerfer, komplett mit echten Scheinwerferwischern. Seitenstreifen verliefen über die gesamte Länge und hielten alles zusammen. Einfach. Ehrlich.

Drinnen war es kahl. Hartplastik. Aber diese Wippschalter? Erfreulich schwer. Klicken. Retro-Kopfstützen, die wie kleine Throne aussehen.

Und dann der Turbo.

Der „Flying Brick“ leistete 153 PS. Damals war das Raketenwissenschaft. Auch nach heutigen Maßstäben? Immer noch schwungvoll. Immer noch fähig. Es wird langweilig und ikonisch, nur weil es zuverlässig genug ist, um die Konkurrenz zu überdauern.

Daihatsu Copen

Sieht aus wie ein Krokodilschuh. Das war der Konsens im Internet.

Oder vielleicht ein geschrumpfter Audi TT. Aus dem falschen Blickwinkel gesehen? Auf jeden Fall ein Porsche 914 mit Steroiden. Das Styling war süß, fast schon kitschig. Viele haben es abgeschrieben.

Fahre es trotzdem.

Das elektrische Faltdach verschwindet schnell. Hinter dieser niedlichen Motorhaube sitzt ein 66 PS starker 3-Zylinder-Turbomotor. Klein. Laut.

Es wiegt 850 kg. Acht. Fünf. Null.

Sie können dieses Ding in Kurven werfen, die einem Limousinenbesitzer Angst machen würden. Das Chassis reagiert sofort. Das Feedback gelangt direkt in Ihre Handflächen. Wen interessiert die Sandalenästhetik? Der Copen ist ein Fahrspielzeug in einer Welt voller Geräte.

Alfa Romeo Brera

Stil statt Substanz? Normalerweise wird dieser Satz ausgelacht.

Mit der Brera lachen wir nicht.

Alfa ließ eine Pininfarina-Skulptur in einem Ausstellungsraum fallen und bat uns, einen Blick darauf zu werfen. Gebogene Kotflügel. Eine Nase, die aussieht, als wäre sie mitten im Niesen. Es behielt seinen Wert nicht immer. Es startete nicht immer, wenn man gefragt wurde. Aber sah irgendein Auto der letzten zwei Jahrzehnte so aus?

Der Innenraum fühlte sich wie Schmuck an. Das Nähen war wichtig. Messgeräte, die eher wie analoge Kunstwerke als wie Instrumente aussahen.

Ist es praktisch? Nicht besonders. Ist es unvergesslich? Absolut. Allein beim Design verzeihen wir die Macken. Warum sollte ein Auto nicht ein Gesprächsstarter statt einer Tabellenzeile sein?

Diese Autos beweisen, dass die Popularität nur vorübergehend ist. Geschmack ist es nicht. Wir bleiben bei den seltsamen.

Bis etwas noch Seltsameres auftaucht.