Horse Powertrain hat gerade etwas Neues herausgebracht. Ein Range-Extender-Hybrid. Es ist ein Joint Venture zwischen Geely und Renault. Und es macht die Dinge anders.
Das Herzstück des Systems ist ein Axialfluss-Elektromotor. Pfannkuchenförmig. Kompakt.
Im Gegensatz zu den sperrigen, trommelähnlichen Radialflussmotoren in den meisten Elektrofahrzeugen heutzutage bietet dieses Design viel Leistung auf kleinstem Raum.
Horse behauptet, dieser Motor sei 46 Prozent kürzer als seine radialen Gegenstücke. Das ist wichtig. Unter modernen Hauben ist der Platz knapp. Sie brauchen Komponenten, die passen, ohne nach Platz zu schreien. Sie haben es in das neue D20-Antriebsstranggetriebe gesteckt. Einfach.
Die Statistiken sind allerdings verrauscht. 63 Prozent mehr Leistung bei gleicher Größe. Einhunderteinundvierzig PS.
Natürlich sieht man die Axialflusstechnologie auch anderswo. Ferrari nutzt es. Der 296 GTb. Der SF90. Lamborghini legt es in den Temerario. Sogar Mercedes-AMG wirft drei dieser Biester in das neue GT 4-Türer-Coupé. Dieses Auto leistet 1169 PS. Es ist wild.
Horse baut keine Hypercars. Nicht wirklich. Sie streben nach Effizienz. Verpackung. Ein Vorteil, der die Kraftstoffverbrauchstabellen glücklich macht.
Wie funktioniert der D20 eigentlich?
Methanol ist die geheime Soße
Es ist ein Hybrid, ja. Aber nicht einer, bei dem der Motor die Räder direkt dreht. Diese Aufgabe gehört dem Elektromotor. Der Verbrennungsmotor? Nur ein Generator. Allerdings eine ganz besondere Art.
Es handelt sich um einen 2,0-Liter-Saugmotor. Es trinkt Methanol.
Dieses Wort bringt die Leute aus der Fassung. Methanol ist nicht Ihr täglicher Treibstoff. Aber in China? Es ist üblich. Geely hat viel darauf gesetzt. Taxiflotten fahren mit dem Zeug. Sie haben sogar eine Marken-Rennserie mit der Xingyao 6-Limousine.
Beschleunigungsrekorde sind dem D20 egal. Es geht um die Reichweite. Laut Horse kann der Methanolmotor einen 40-kWh-Akku vollständig aufladen. Die Kosten? Neunzehn und sechs Zehntel Liter Methanol. Ungefähr 4,3 Gallonen.
Denken Sie eine Sekunde über dieses Verhältnis nach. Ist es effizient genug? Wahrscheinlich besser als Sie erwarten.
Es geht im Moment nicht darum, die Welt mit reinen Elektrofahrzeugen zu retten. Horse sieht den elektrischen Übergang als langsam an. Langsamer als die Hersteller zugeben würden. Sie schließen also die Lücke. Hybridisierung als praktischer Schritt. Vollständige Elektrifizierung als fernes Ziel.
Matias Giannini, der CEO, sagte es unverblümt. Die Einführung von Elektrofahrzeugen ist zu weit entfernt. Die Dekarbonisierung braucht jetzt eine Lösung. Eine Verpflichtung, das unmittelbare Problem zu lösen und gleichzeitig auf die perfekte Zukunft zu warten.
Die Branche bewegt sich, wenn sie sich bewegt. Das Pferd rollt einfach mit dem Treibstoff, der gerade am besten passt. Auch wenn es ein wenig nach Industriereiniger riecht.
Wer weiß. Vielleicht sorgt der Supersportwagen-Trick letztendlich dafür, dass der Pendelverkehr antreibt. Nicht nur die Strecke.


















