Ein weiterer elektrischer Ford. Diesmal ist es ein Van.
Wir wussten bereits vom Bronco New Energy SUV. Dieses Biest wird wahrscheinlich spät in diesem Jahr oder im Jahr 2027 eintreffen. Aber der Papierkram hört hier noch nicht auf.
Zulassungsdokumente für den Ford Transit City EV Australien sind aufgetaucht. Sie zeigen, dass ein in China gebauter Elektrotransporter grünes Licht für den lokalen Verkauf erhält. Es wurde mit der Jiangling Motors Corporation (JMC), dem Joint-Venture-Partner von Ford, entwickelt. Wenn der Zeitpunkt stimmt, könnten Sie dieses Fahrzeug im nächsten Jahr auf australischen Straßen sehen.
Ford wird noch nicht viel sagen. Ein Sprecher sagte gegenüber CarExpert, dass staatliche Genehmigungen nicht gleichbedeutend mit einer bestätigten Markteinführung seien. „Zu diesem Zeitpunkt haben wir keine Ankündigungen zu neuen Modellen zu machen.“ Sicherlich die übliche Unternehmenssprache. Aber warum sollten Sie das Licht verstecken, wenn Sie es nicht einschalten?
Warum importiert Ford einen günstigeren chinesischen Elektrotransporter?
Die einfache Antwort: Preis.
Der bestehende E-Transit Custom in Australien beginnt bei 77.890 $ ohne Straßenkosten. Das ist steil. Die Transit City könnte das deutlich unterbieten.
In Großbritannien kostet der Transit City mit kurzem Radstand (SWB) 29.000 £ (rund 55.000 A$). Vergleichen Sie das mit dem dortigen SWB E-Transit Custom, der 43.630 £ (ca. 83.000 A$) kostet. Die Kluft ist riesig.
Für kleine Unternehmen, die ein kommerzielles Elektrofahrzeug benötigen, ist dieser Preisunterschied nicht nur schön. Es ist der Unterschied zwischen „vielleicht“ und „erledigt“.
Ambrose Henderson, Marketingdirektor von Ford Australia, räumt ein, dass China einen „Kostenvorteil“ bietet. Er warnt aber auch davor, dass es sich nicht um einen Freibrief handelt. Auf dem australischen Markt gelten strenge Sicherheitsstandards (ADRs). Es geht nicht darum, Produkte wegzuwerfen; Es geht darum, Gewinner auszuwählen. „Wir wollen, dass es in diesem Segment gewinnt“, sagt er.
Spezifikationen: Wie schneidet der Transit City im Vergleich zum E-Transit Custom ab?
Erwarten Sie nicht, dass die Transit City die aktuelle Aufstellung übertreffen wird. Sowohl hinsichtlich der Leistung als auch der Nutzlast liegt es unterhalb des Custom.
Wichtige Unterschiede auf einen Blick:
- Abmessungen: Die 300S-Variante ist 4985 mm lang. Der Custom ist 5050 mm. Der Transit City ist außerdem schmaler (1885 mm gegenüber 1999 mm). Es ist kleiner, enger und einfacher zu parken.
- Nutzlast: Der Transit City bietet 1085 kg (Leergewicht 1915 kg, zulässiges Gesamtgewicht 3000 kg). Einige globale Varianten erreichen ein Gewicht von 1275 kg. Der Custom SWB schafft 1027 kg. Ungefähr ausgeglichen, etwas besser für die Stadt.
- Batterie und Reichweite: Hier ist der Kompromiss. Die Transit City verwendet eine 56-kWh-LFP-Batterie (Lithiumeisenphosphat). Der Custom verwendet eine 71,45 kWh NMC-Batterie.
- Leistung: Frontantrieb mit einem 110-kW-Motor. Der Custom mit Hinterradantrieb hat 160 kW.
- Reichweite: Die WLTP-Bewertung liegt für die Stadt bei etwa 254 km. Der Custom schafft 340–346 km.
- Laden: Das Gleichstrom-Schnellladen erreicht in der Stadt eine Spitzenleistung von 87 kW. Der Custom kann 125 kW aufnehmen.
Warum also kaufen?
Weil Sie keine 350 km Reichweite benötigen. Du fährst 50 km am Tag. Für Lieferungen benötigen Sie eine Nutzlast. Sie möchten weniger ausgeben.
Die Chemie der LFP-Batterie ist ein Plus für die Langlebigkeit, obwohl die kleinere Packung die Reichweite einschränkt, bevor man sie einsteckt. Es ist ein Stadtläufer, kein Autobahntransporter.
Wie sieht der Transit City EV aus und wie fühlt er sich an?
Es basiert auf dem JMC Touring EV, trägt aber ein Ford-Gesicht. Einzigartige Außenverkleidungen sorgen dafür, dass es nicht wie ein gewöhnlicher chinesischer Import aussieht. Sauberere Oberflächen, neue Lichter. Es sieht aus wie ein Transit.
Im Inneren macht sich das technische Upgrade bemerkbar.
Ein größerer 12,0-Zoll-Touchscreen verankert die Kabine und unterstützt Apple CarPlay und Android Auto.
Zur Standardausrüstung gehören ein Startknopf, eine Klimaanlage, eine Rückfahrkamera und eine Sitzheizung. Nicht aufwendig, aber kompetent. Der europäische E-Transit Custom fühlt sich im Vergleich robuster an, aber der City strebt nach Einfachheit.
Derzeit wird in australischen Dokumenten nur der Karosseriestil L1H1 aufgeführt. Kurzer Radstand, normale Höhe. Es sind noch keine Optionen für hohe Dächer oder Kabinenfahrgestelle aufgeführt. Wenn diese später eintreffen, könnte Ford sein Angebot an kommerziellen Elektrofahrzeugen ausweiten.
Wird Ford mehr chinesische Elektrofahrzeuge nach Australien bringen?
Der Bronco New Energy wird bereits erwartet. Die Transit City ist nun in der Pipeline. Es gibt Gerüchte über den Equator Sport (im Wesentlichen ein Territory) aus dem Rechtslenkermarkt.
Ford verfügt über ein globales Portfolio. Es gibt Möglichkeiten.
„Es ist nicht so einfach, wie viele Leute hoffen würden“, bemerkt Henderson. Beim Importieren geht es nicht nur darum, ein Auto mit einem Logo zu versehen. Es handelt sich um eine konkrete Investition. Die regulatorischen Hürden sind hoch.
Die Strategie scheint klar: Produkte dort einzuführen, wo die Marke stark ist, wo der Preis sinnvoll ist und wo lokale Kunden sie tatsächlich brauchen.
Die Transit City passt in diese Nische. Es ist erschwinglich. Es ist praktisch. Es ist elektrisch.
Ford schreit nicht darüber. Dies geschieht selten, bis die Tinte trocken ist. Aber der Papierkram ist öffentlich. Das Auto kommt.
Ob es dieses oder nächstes Jahr erscheint, eines ist sicher. Der Preiskampf für australische Elektrotransporter ist jetzt noch interessanter.


















