Lamborghinis erster viertüriger Elektro-GT erhält endlich grünes Licht

Der Bulle blickt über den Huracán hinaus. Der Aventador ist fertig. Sogar der SUV Urus hatte seinen Durchbruch. Jetzt denkt Lamborghini ernsthaft über eine vierte Säule seiner Produktpalette nach. Und es ist nicht nur ein weiterer SUV. Laut Autocar ist der nächste Schritt ein viertüriger Elektro-GT. Hinterradantrieb. Eine Premiere für die italienische Marke.

Maurizio Reggiani, Leiter Forschung und Entwicklung bei Lamborghini, nahm kein Blatt vor den Mund. Das Projekt für ein 2+2-Elektrofahrzeug steht kurz vor dem Startschuss. Die Entwicklung steht kurz vor dem Start. Das Ziel? Eine Markteinführung um 2025.

VW-Plattformstrategie

Hier ist der Haken. Dieser vollelektrische Lambo wird nicht auf einer maßgeschneiderten Lamborghini-Plattform gebaut. Noch nicht. Das Ingenieurteam plant, eine der bestehenden Elektroarchitekturen des Volkswagen-Konzerns zu nutzen. Die Logik ist einfach. Verkürzen Sie die Entwicklungszeit. Niedrigere Kosten.

Welche Plattform wird es sein? Der J1? Das ist die Skateboard-Architektur hinter dem Porsche Taycan und dem kommenden Audi e-tron GT. Oder vielleicht die Premium Platform Electric (PPE)? Das ist die Basis für den Gerüchten zufolge vollelektrischen Bentley. Sant’Agata geht das langfristige Spiel an und nutzt gemeinsame Technologie, um den Preis überschaubar zu halten und gleichzeitig die Leistungsstandards beizubehalten.

Design und Erbe

Wie wird es aussehen? Das ist die Millionen-Euro-Frage. Die Rede ist vom spirituellen Nachfolger des Lamborghini Espada. Dieser legendäre viersitzige Grand Tourer lief von 1968 bis 1978 vom Band. Für einen Supersportwagen war er praktisch, aber seit Jahrzehnten nicht mehr erhältlich.

Gerüchte deuten auf zwei wahrscheinliche Designinspirationen hin. Erstens der Lamborghini Estoque. Dieses Konzeptauto wurde 2008 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Es war glatt. Es war eine Vorschau darauf, was ein viertüriger Lambo sein könnte. Zweitens gibt es das Asterion. Dieses 2014 vorgestellte Plug-in-Hybrid-Konzept kombiniert V10-Leistung mit Elektromotoren. Eine Anspielung auf diese Designsprache wäre für einen modernen GT sinnvoll.

Sián Technologietransfer

Die Leistung ist nicht verhandelbar. Es ist schließlich Lamborghini. Der neue GT muss dem Ruf der Marke gerecht werden. Wie? Wahrscheinlich durch das Ausleihen von Technologie vom Sián.

Der Sián ist ein Hybrid-Supersportwagen. Es kombiniert einen 785 PS starken V12 mit einem Elektromotor. Aber es ist nicht irgendeine Batterie. Es werden Superkondensatoren verwendet. Diese laden sich beim Bremsen auf. Sie entladen sich für Beschleunigungsschübe. Es zeichnet sich durch hohe Leistung und schnelle Reaktion aus. Wenn Lamborghini dieses Hybridsystem in einen viertürigen GT überträgt, erwartet Sie ein enormes Drehmoment und eine hohe Geschwindigkeit.

Wird es passieren? Reggiani schlägt ja vor. Das Projekt steht kurz vor der offiziellen Genehmigung. Die Teile sind vorhanden. Die Frage ist nur, wie schnell sie sie zusammenbauen werden.

„Das Projekt für einen 2+2-Elektroantrieb steht kurz davor, grünes Licht für die Entwicklung zu bekommen.“ — Maurizio Reggiani

Wir werden zusehen. Der Bulle bereitet sich auf den Angriff vor. Wieder.

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