Howard Addison Darrin konnte nirgendwo mehr hingehen. Er ging nach Hause.
Der gebürtige Cranford aus New Jersey beherrschte fünfzehn Jahre lang die Custom-Autoszene in Paris. Er hatte mit Thomas Hibbard begonnen. Dann tat er sich mit einem Bankier namens Fernandez zusammen. Doch die Ära des hyperindividualisierten Karosseriebaus ging zu Ende. Die Welt veränderte sich. Im Jahr 1937 tauschte Darrin die „Stadt der Lichter“ gegen die „Stadt der Engel“. Er landete in Hollywood. Der Plan war einfach. Er würde bestehende Produktionsautos für die Reichen und Berühmten der Filmindustrie modifizieren.
Einer seiner ersten Schritte war brutal. Er nahm ein „Junior“ Packard Eight/One Twenty Coupé. Er hat das Dach abgeschnitten. Er baute ein Cabrioverdeck ein. Er senkte die Motorhaubenlinie. Er tat dies wiederholt. Die Kundenliste las sich wie ein Who-is-Who von Tinseltown.
Die Packard Motor Car Company in Detroit bemerkte es. Packard, eine wahre Bastion des Luxusautomobils, ignorierte die kalifornischen Spielereien nicht. Stattdessen gaben sie grünes Licht. Sie nahmen Darrins Sondermodelle in den Katalog von 1940 auf. Sie haben sogar einen Chromschriftzug mit Darrins Unterschrift auf die Kotflügel gestempelt.
Natürlich waren daran Bedingungen geknüpft. Darrin bevorzugte das One Twenty. Es war hell. Leicht zu hacken. Packard wollte Volumen. Sie bestanden darauf, dass er die meisten Autos auf dem Custom-Super-Eight-Chassis baute. Das ist die One Eighty.
Das Ergebnis war der Packard Darrin Victoria von 1940.
Es handelte sich um ein zweitüriges Cabriolet im Victoria-Karosseriestil. Der Radstand betrug 127 Zoll. Damals kostete es 4.593 US-Dollar. Das war viel Geld. Um das Aussehen zu erhalten, hat Darrin die Motorhaube und das Kühlergehäuse zerlegt. Dadurch wurde das Profil deutlich abgeschwächt. Die Türen wurden abgerissen. Es sah aus wie ein Roadster. Der Windschutzscheibenrahmen war dünn. Aber lassen Sie sich nicht täuschen. Es hatte aufrollbare Seitenfenster. Es war ein echtes Cabrio. Es war auch der erste Packard ohne Trittbretter.
Die Produktion war verstreut. Es begann im ehemaligen Auburn-Werk in Indiana. Dann zog es nach Ohio. Konkret an den Bestattungswagenhersteller Sayers & Scoville. Sie stellten sie bis 1942 her.
Der hier gezeigte restaurierte Darrin Victoria aus dem Jahr 1940 gehört David Miller aus Orange, Kalifornien. Es ist nicht nur ein hübsches Gesicht. Unter der Haube sitzt ein 356-Kubikzoll-L-Kopf-Reihenachtzylindermotor. Es leistete 160 PS. Die Kraftübertragung erfolgte über ein Dreiganggetriebe mit Overdrive.
Warum der Packard Darrin Victoria wichtig ist
Sie fragen sich vielleicht, warum dieser spezielle Packard Darrin Victoria von 1940 immer noch Aufmerksamkeit erregt. Es geht nicht nur um das Chrome-Skript. Es geht um die Kollision zweier Welten. Detroiter Ingenieurskunst trifft auf Hollywood-Flair.
Die meisten Customizer dieser Zeit arbeiteten mit leeren Hüllen. Darrin arbeitete an echten Serienautos. Er modifizierte sie, um das Filmpublikum anzusprechen, das gerne Geld ausgibt. Packard erkannte das Marketingpotenzial. Sie haben ihn nicht verklagt. Sie haben ihn unter Vertrag genommen. Das ist selten in der Automobilgeschichte.
Die von Packard festgelegten Bedingungen veränderten den Charakter des Autos. Darrin wollte das leichtere One Twenty verwenden. Packard forcierte das schwerere One Eighta-Chassis. Das Ergebnis war eine schwerere, luxuriösere Maschine. Aber es hatte immer noch diese Darrin-Seele. Die abgesenkte Motorhaube. Die ausgeschnittenen Türen. Das Fehlen von Trittbrettern.
Woher kamen diese Autos? Ursprünglich Indiana. Dann Ohio. Der Wechsel zu Sayers & Scoville ist interessant. Ein Hersteller von Bestattungsfahrzeugen, der Luxuscabrios herstellt. Der Kontrast ist krass. Dennoch hat es funktioniert. Sie produzierten sie bis 1942. Der Krieg brachte die Produktion wahrscheinlich zum Erliegen. Oder vielleicht hat sich der Markt einfach verändert.
Die Spezifikationen, die den Packard Darrin Victoria von 1940 ausmachten
Schauen wir uns die Zahlen an. Sie erzählen die Geschichte der Maschine.
- Motor: 356-Kubikzoll-L-Kopf-Reihenachtzylinder
- Leistung: 160 PS
- Übertragung: Drei

















